Lisi und Ina

VIDEO: Lisi und Ina im Tonstudio

Wie bringt man den Spirit von Mama in eine Aufnahme?

Aus unserer Erfahrung: Dann, wenn der/die Sänger/in auch das Gefühl tief in sich trägt. In unserem Fall: Wenn Mama (Lisi) das Lied aus ganzem Herzen für das Baby (Ina) singt.

Genau das haben wir gemacht. Oder zumindest versucht. Warum es nicht immer geklappt hat, siehst du im Video. Deshalb brauchten wir mehrere Anläufe, aber am Ende ist alles ganz so geworden, wie wir uns das gewünscht haben.

Dass wir diesen Zugang gewählt haben, hat einen Grund. Denn alle Aufnahmen von Kinderliedern, die wir kennen, lassen genau dieses Gefühl vermissen. Nicht die Perfektion des Gesangs zählt. Nur die Qualität der Emotion, die dahinterliegt. Weil auch wir manchmal eine Einschlafhilfe für Babies brauchen.

Nachhören kannst du dieses und alle anderen Lieder der Playliste „Schlaf ein, mein Schatz!“ hier.


Marie beim Backen

Endlich wieder Ruhe!

Es gibt für Babies viele Gründe zu weinen.

Wenn man immer gleich wüsste, was ihm im Moment fehlt, wäre es ja einfach. Aber mal ist es der Hunger, oder es ist müde. Mal zwickt der Bauch oder ihm ist einfach langweilig. Das Gefühl dafür, was gerade fehlt oder zuviel ist, entwickeln die Eltern erst im Lauf der ersten Wochen und Monate.

Wenn ich unser Baby in so einem unzufriedenen Moment beruhigen darf, klingeln mir die Ohren. Nicht, dass ich besonders sensibel wäre, aber es ist eine Tatsache, dass das Geschrei in einem halben Meter Entfernung immer noch gemessene 95 dB laut ist. Das entspricht in etwa einer Holzfräsmaschine und hört sich manchmal auch so an.

Wenn das länger als ein paar Minuten dauert, werde ich unrund und regelrecht aggressiv. Abhilfe schaffen da meine Ohrstöpsel. Sobald die drin sind, kann ich mich im ärgsten Gejammer entspannen.

Und das ist wichtig! Denn das Baby fühlt, ob ich innerlich ruhig oder aufgeregt bin und reagiert auf mich.

Ich kann dir solche Dinger nur empfehlen. Und da genügen auch schon die aus dem Baumarkt, Abteilung Arbeitsschutz.

Alles Liebe,

Wolfgang


Marie und Lisi klein

Manchmal wird alles zu viel.

Aus. Ende. Ich kann nicht mehr!

Hast du das auch schon mal gedacht und dir dann Vorwürfe deswegen gemacht?

Du bist nicht allein. Und es ist ok.

Mir geht es immer wieder mal so. Da komm ich nach einem langen Arbeitstag im Büro zu meinen Liebsten und werde vereinnahmt. Die Große möchte spielen, weil sie den ganzen Tag auf mich verzichten musste und erzählt mir gleich mal, was so alles am Plan steht. Die Kleine ist grad unentspannt (ja, kommt öfter vor) und untermalt meine Ankunft mit einem kreissägeartigen Lärm. Meine Frau ist an ihrer persönlichen Akzeptanzgrenze angelangt, weil einfach wieder mal nichts so funktioniert hat, wie geplant und von ihrer To-Do-Liste genau gar nichts abgearbeitet werden konnte.

Natürlich ist nicht jeder Tag so, aber an manchen wird einem alles zu viel.

Da hilft nur eines: mit dem Partner / der Partnerin abstimmen und 15 Minuten Auszeit nehmen, bevor du dich wieder ins Kriegsgebiet (;-)) begiebst. Erst mal durchatmen und ein Stück weit zur Ruhe kommen ist ganz wichtig.

Tipp: Schalte den Leuchtturm oder das Klangei dabei an und lass dich von harmonischer Musik umspülen. Das hat die Vorteile, dass die Geräuschkulisse aus dem Nebenraum nicht zu dir durchdringt und die Musik dich positiv stimuliert. Das ist jetzt grad ganz wichtig und muss auch nicht lange dauern. Du wirst sehen, wie es wirkt!

Kinder nehmen deine innere Gefühlslage wahr, oft besser, als du selbst. Als Erwachsene haben wir ja meist schon verlernt, auf unsere Gefühle zu achten und sie wahrzunehmen. Und wenn wir sie wahrnehmen, gehen wir meist nicht auf sie ein, weil wir funktionieren wollen und müssen. Doch genau das geht nicht, wenn wir innerlich kochen.

Diese 15 Minuten sind fast immer drin und dem Partner / der Partnerin wird dann selbstverständlich das gleiche Recht auf Kurzerholung eingeräumt.

Das schafft ein wenig Luft zum Atmen.

Ganz wichtig.

Die Kinder werden es dir danken.

Alles Liebe,

Wolfgang

P.S.: Ich kann leicht reden, ich habe eine Partnerin. Alleinerzieherinnen stehen oft im Regen und alleine da. Ihnen gebührt mein größter Respekt! Wenn du damit Erfahrungen hast, lass es uns wissen!